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Barf und Fertigfutter im Vergleich – ist barfen wirklich teurer?

In meiner Praxis werde ich immer wieder mit dem Argument konfrontiert, dass barfen eine teure Angelegenheit ist.

Stimmt das?

Starten wir einen Preisvergleich. Schauen wir mal näher hin, was die Kosten von BARF im Vergleich zu Fertigfutter betrifft.

Das Ganze anhand eine Katze, die 4 Kilo auf die Waage bringt. Als Nassfutter habe ich ein – in meinen Augen – minderwertiges und ein hochwertiges Nassfutter gewählt.

Futter 1

62,5% Fleisch und Innereien (Hühnchenfleisch, -herz, -leber, -magen), 35,5% Lachs, 1% Mineralstoffe, 1% Eierschalenpulver

Futter 2

Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (davon 14% Huhn), Fisch und Fischnebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse, Mineralstoffe, Zucker.

Bei der Barf-Ration habe ich die Komponenten nach dem Beutetierprinzip zusammengestellt und setzt sich wie folgt zusammen:

69% Muskelfleisch inklusive Fett, 15% Innereien, 12,5% rohe, fleischige Knochen und 3,5% pflanzliche Komponenten.

Ich habe die Durchschnittswerte der einzelnen Komponenten zusammengerechnet. Die Lagerung – sprich die Kosten für die Tiefkühltruhe – und die Zeit, die Sie für diese Fütterung aufwenden müssen, sind in meiner Berechnung nicht berücksichtigt, da ich denke, dass diese nicht ausschlaggebend sind, wenn der Vierbeiner artgerecht und gesund ernährt wird.

Und hier nun der Vergleich in tabellarischer Form:

 Futtermenge pro TagPreis pro Tag
Futter 1 (hochwertig)300g (laut Hersteller)1,49 €
Futter 2 (minderwertig)450g (laut Hersteller)0,70 €
BARF120g (laut Berechnung)0,68 €

Fazit:

Barfen muss keineswegs an den Kosten scheitern. Beim Barfen sehe ich einen weiteren Vorteil darin, dass wir genau wissen, was denn nun im Napf unserer Fellnasen und Samtpfoten landet. In diesem Fall setze ich allerdings voraus, dass Sie einen individuellen Barf-Plan für Ihre Katze oder Hund vorliegen haben und diesen genauso umsetzen und nicht noch weitere Komponenten mit ins Spiel bringen.

Doch… gleichzeitig ist für mich BARF keine Voraussetzung.

Viel wichtiger ist für mich, dass Sie erkennen, dass die richtige Ernährung einen großen Teil zur Gesunderhaltung von Hund und Katze beiträgt und es durchaus Fertigfutter – sprich Nassfutter – gibt, die dieses erfüllen können. Sie müssen nur erkennen können, was sich wirklich hinter den Deklarationen verbirgt.

Bei der Fütterung von Nassfutter setze ich voraus, dass Sie sich mit den Deklarationen und den Inhaltsstoffen genügend auseinander gesetzt haben und diese verstehen. Heißt für mich, dass Sie sich nicht von Werbung und Co. beeinflussen lassen, sondern genau wissen, was Ihrem Tier gut tut und ein entsprechend hochwertiges Nassfutter in den Napf geben. Blindes Vertrauen auf die Angabe der Etiketten kann Folgen haben,  die Sie  erst erkennen werden, wenn die Fellnase unter einer Erkrankung leidet. Und genau dann werden Kosten auf Sie zukommen, die ich genauso wenig eingeplant habe.

In diesem Sinne… bin ich gerne für Sie da, wenn Sie Fragen diesbezüglich haben und Sie bereit sind, sich intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Und… dieses ist ein Thema über das es sich „lohnt“ zu sprechen.

Darum freue ich mich, wenn Sie sich mit mir in Verbindung setzen.