Juckreiz beim Hund

Warum kratzt sich mein Hund?

Parasiten – bei unserem Hund. Ein Thema, dass wir genauer anschauen sollten, da viele unserer Vierbeiner unter Juckreiz leiden und ich in der Praxis immer häufiger damit konfrontiert werde. Sind es Allergien, die auf dem Vormarsch bei Hund und Katze sind, oder was steckt hinter dem Kratzen von unserem Hund?

Es gibt Zeiten, da juckt es unseren Hund wahnsinnig. Und dann hat dieses Kratzen meist auch eine Ursache. Unseren Vierbeiner plagen Parasiten, die jahreszeitlich bedingt sein können.

Parasiten sind unter anderem:

  • Flöhe
  • Zecken
  • Milben
  • Würmer
  • Giardien

Doch auch bei Parasitenbefall sollten wir uns fragen, warum lässt unser Vierbeiner zu, dass ihn diese plagen? Eigentlich sollte er diese “wegstecken” und damit klar kommen. Normalerweise werden Hunde, die ein intaktes Immunsystem haben, nicht so ohne weiteres von Parasiten “befallen”.

Warum kratzt sich mein Hund ständig?

Es gibt leider auch noch den Fall, dass unser Hund ständig am beißen, knabbern, scharren und kratzen ist. Unser Hund kommt einfach nicht zur Ruhe, steht ständig unter Stress. Entspannung ist da von beiden Seiten nicht wirklich angesagt.

Sie versuchen alles, um Ihrem Hund den Juckreiz zu nehmen?  „Oberflächlich“ und kurzfristig? Doch so richtig hilft da auf Dauer nichts? Irgendwie kommt der Juckreiz immer wieder? Egal, was Sie tun?

Der Juckreiz wird für Ihren Hund zur Endlosschleife und die “oberflächlichen” Zeichen sind sichtbar?

Hautveränderungen, wie kahle Stellen, blutig, wund gekratzt, bereits eitrig und geschwollen können Sie erkennen. Dadurch finden auch Krankheitserreger wie Bakterien den Weg in den Körper unserer Hunde. Infektionen können entstehen.

Ebenso kann der Juckreiz sich “verselbstständigen” und die Psyche von Ihrem Hund beeinflussen. Dies widerum bedeutet, dass sich das Kratzen zu einer Manie – sprich zu einem Zwangsverhalten – entwickeln kann. Auch Langeweile, Stress oder Verlassensängste sollten bei vermehrtem Kratzen berücksichtigt werden.

Habe ich Ihr Interesse geweckt?

Mit meiner mobilen Tierheilpraxis im Raum Mössingen, Tübingen, Reutlingen und Balingen ermögliche ich Ihrem Hund oder Katze eine Behandlung in gewohnter Umgebung.

Einen Termin können Sie gerne telefonisch unter 0177 3837770 oder per Email an info@tierheilpraktiker-fellnase.de vereinbaren.

Ich freue mich darauf Sie und Ihre Fellnase kennenzulernen.

Spätestens jetzt sollten Sie mit mir in Verbindung treten, damit ich die Ursache herausfinden und entsprechend behandeln kann. Gemeinsam sollten wir den Teufelskreis, in dem sich Ihr Vierbeiner befindet, beenden.

Eine reine Symptombehandlung wird hier höchstwahrscheinlich keinen Erfolg mehr bringen. In diesem Fall handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Krankheitssymptom, dem wir schnellstens unsere Aufmerksamkeit schenken sollten, damit Ihre Fellnase den Juckreiz möglichst bald ad acta legen kann.

Nachdem ich Ihre Fellnase kennengelernt habe, kann ich mir ein Bild darüber machen, was wirklich dahinter steckt.

Auch Parasiten sind leider nicht nur lästig, sondern können auch durch deren Folgen eine Gefahr für Ihre Fellnase bedeuten.

Kahle Stelle, Kratzen über Monate kann meist nicht mehr mit Parasiten in Verbindung gebracht werden. Da dürfen wir nicht mehr nach “Warum kratzt sich mein Hund ständig” fragen, da sollten wir dringend in die Tiefe gehen und die Ursache herausfinden.

Beispielweise könnte hier auch die falsche Ernährung ursächlich sein. Eine Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit ist bei unserem Hund keine Seltenheit. Diese lässt sich meist durch eine Ausschlussdiät erkennen und schlussendlich mit der richtigen Ernährung beseitigen. Hier ist das Kratzen nur ein Symptom.

Eine Ausschlussdiät ist ein längerer Prozess, bei dem ich Sie als Hundehalter dringend brauche. Sie können in meinem Shop mehr zum Thema Ausschlussdiät erfahren. Gerne helfe ich Ihnen hier weiter.

Doch nun möchte ich Ihnen hier noch kurz eine Art von Parasiten bei Ihrem Hund näher bringen.

Milben beim Hund

Parasiten, die uns auf die Symptome aufmerksam machen. Milben sind Ektoparasiten. Das heißt, es handelt sich um Parasiten, die auf der Haut sitzen und sich von Hautsubstanzen, Blut oder Gewebsflüssigkeit ernähren. Hört sich nicht schön an, ich weiß… Aber kein Grund zur Panik, auch für Milben und andere Parasiten ist ein Kraut gewachsen.

Welche Arten von Milben gibt es?

Es gibt verschiedene Arten von Milben beim Hund. Eine der häufigsten ist eine Form der Räude. Diese wird durch die Haarbalgmilbe hervorgerufen. Außerdem gibt es Raubmilben, welche eher selten vorkommen und die Ohrmilbe, die sich in der Ohrmuschel einnistet. Ebenso sitzt die Grasmilbe auf den Gräsern und löst bei unserem Hund vor allem an den Pfoten Juckreiz aus.

Die Haarbalgmilbe…

… auch Demodexmilbe genannt, nistet sich in den Haarfollikeln beim Hund ein. Mit bloßem Auge sind diese Milben beim Hund nicht zu erkennen, da sie gerade einmal eine Größe von 0,3 mm hat. Da die Hündin nach der Geburt die Milben an die Welpen weiter gibt, kommt diese Milbenart beim Hund sehr häufig vor. Jedoch bleibt sie bei jungen Hunden meist unentdeckt bis eine Demodikose-Erkrankung auftritt.

Da diese Demodikose-Erkrankung nur an bestimmten Stellen entsteht, wird sie als lokale Demodikose bezeichnet. Diese erkennt man an schuppig-trockenen und manchmal haarlosen Stellen, welche im Bereich der Augenlider, Stirn, Ohren, Schnauze und später an den Vorderbeinen der jungen Hunde auftritt.

Beim erwachsenen Hund kommt eine Demodikose meist bei einer Schwäche des Immunsystems vor. Auch durch Mangel- oder Fehlernährung und Krankheiten kann es zu einer Vermehrung der Haarbalgmilben beim Hund kommen. Oftmals werden dann auch die Talgdrüsen beim Hund von den Milben befallen. Da diese Krankheit nicht stellenweise auftritt, sondern sich über den gesamten Körper ausbreitet, wird sie als generalisierte Demodikose bezeichnet.

Sollte das bei Ihrem Hund der Fall sein, müssen Sie umgehend reagieren, da diese Milben beim Hund schwerwiegende Erkrankungen auslösen können.

Diese können sogar lebensbedrohlich für Ihren Hund werden. Durch eine Biopsie der Haut oder durch eine Haarprobe kann diese Milbe im Labor diagnostiziert werden. Auch hier arbeite ich mit einem externen Labor meines Vertrauens zusammen.

Die Ohrmilbe…

… macht ihrem Namen alle Ehre, da sie sich in den „Lauschern“ unserer Vierbeiner einnistet. Kleine bewegliche Punkte im Gehörgang lassen uns die Ohrmilben bei unserem Hund mit bloßem Auge erkennen. Häufiges Kratzen, eine gerötete Ohrmuschel und ein geröteter Gehörgang sind typische Anzeichen für einen Befall der Milben. Zudem sondern sie ein braunes, krümeliges Sekret ab, welches sich im Gehörgang bei unserem Hund ansammelt.

Diese Milben, welche durch Körperkontakt übertragen werden, schrecken zwar vor keiner Alterklasse zurück, treten aber häufig bei Welpen auf. Auch hier ist eine Behandlung unumgänglich. Die Ohrmilben können Hämatome und Ekzeme auslösen und im schlimmsten Fall eine Mittelohrentzündung verursachen, die zur Taubheit führen kann.

Die Grasmilbe…

… lebt, wie Sie schon erahnen können, im Gras. Teilweise haben Sie als Hundehalter bereits im März mit Ihnen zu kämpfen. In der Regel treten diese Milben aber erst ab dem Frühsommer bis zum Herbst hin auf.

Die Grasmilben lassen sich meist an den Beinen, am Kopf, an der Brust und am Bauch vom Hund nieder. Durch ihre auffallende orangene Farbe sind sie trotz ihrer „stattlichen“ Größe von 0,25 mm leicht zu erkennen. Nicht nur Ihre Farbe, sondern auch der extreme Juckreiz ist ein typisches Anzeichen, dass unser Hund von Grasmilben befallen ist.

Die Grasmilbe an sich überträgt keine Krankheiten, doch durch das Kratzen und Beißen wird die Haut stark gereizt und gerötet. Haarausfall und Hautirritationen sind die Folge. Dies kann im schlimmsten Fall zu Bakterien- oder Pilzbefall der Haut führen und Entzündungen bei Ihrem Hund hervorrufen.

Wodurch werden Milben beim Hund hervorgerufen?

Milben beim Hund lassen sich genau genommen nicht vermeiden. Einige Milbenarten leben ständig auf unseren Fellnasen. Dies ist eigentlich auch gar kein Problem, solange sich die Milben nicht ausbreiten.

Woran kann es liegen, dass sich die Milben beim Hund vermehren?

Ein Grund ist das geschwächte Immunsystem bei Ihrem Hund. Doch auch eine falsche Ernährung kann Milben bei Ihrem Hund fördern. Es gibt auch Hunderassen, die vermehrt betroffen sind, wie beispielsweise der Boxer, Mops und einige Kurzhaar-Rassen.

Und wieder einmal erkennen Sie, dass Milben beim Hund nur ein Symptom sind und nicht die Ursache, die eigentlich bekämpft werden sollte, damit sich Ihre Fellnase wieder „hundewohl“ fühlt.

Franky-Heu
“Hundewohl” – so sieht das aus