Blutegeltherapie bei Hund und Katze

Auch diese Therapieform lässt wieder auf eine lange Vergangenheit zurückblicken und erzielt große Erfolge wenn unser Hund oder unsere Katze an einer Erkrankung des Bewegungsapparates leidet.

Die Blutegeltherapie bei Hund und Katze gehört zu den ausleitenden Verfahren. Zudem zählt die Blutegeltherapie in der Medizingeschichte zu einer der ältesten Heilmethoden.

Bei der Blutegeltherapie blicken wir auf Hipokrates zurück. Seine Folgerung war, dass über die Hautoberfläche schädliche Stoffe der inneren Organe nach außen abgeleitet werden.

Dazu zählen unter anderem die Behandlung mit Wickel, Schröpfen, Schwitzkuren, Fasten, Aderlass und die Ausleitung über die Verdauungsorgane – sowie die Blutegeltherapie bei unserem Hund und unserer Katze.

Was bewirkt die Blutegeltherapie bei unserem Hund und unserer Katze?

Blutegel bringen während des Saugens verschiedene Wirkstoffe in die Wunde ein. Lassen Sie mich erklären, was einige der verschiedenen Wirkstoffe auslösen:

  • Ein Stoff ist das Hirudin, welches die Blutgerinnung hemmt. Es hält die Wunde für circa eine halbe Stunde offen und das Blut kann fließen. Hirudin wirkt außerdem antibiotisch und diuretisch, also harntreibend.
  • Längerfristig, also über einen Zeitraum von ungefähr 12 Stunden, sorgt der Stoff Calin ebenfalls für eine Reinigung der Wunde durch Nachbluten.
  • Das Eglin, welches ebenfalls durch den Blutegel „übertragen“ wird, hemmt die Verdauungsenzyme
  • Hyaluronidase sorgt dafür, dass sich die Wirkstoffe überhaupt an der Bissstelle ausbreiten können
  • Der Wirkstoff Orgelase wirkt bakterienabtötend und verstärkt sowohl den Blut- als auch den Lymphstrom

Nachweislich sind momentan mehr als 13 weitere Substanzen im Speichel der Blutegel enthalten. Die Betonung liegt hier auf momentan und nachweislich – es könnten durchaus noch viele Weitere sein.

Was bewirkt die Blutegeltherapie bei unserem Hund und unserer Katze?

Diese Therapieform wirkt unter anderem durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und schmerzlindernd. Zudem fördert die Blutegeltherapie bei unserem Hund und unserer Katze den Lymphstrom, den venösen Abfluss und den arteriellen Zufluss. Gleichzeitig wirkt die Blutegeltherapie gerinnungshemmend und leicht antibiotisch bei unserem Hund und unserer Katze.

Bei welchen Erkrankungen der Hunde und Katzen kann die Blutegeltherapie eingesetzt werden?

Wie ich bereits erwähnt habe erzielt die Blutegeltherapie bei Erkrankungen des Bewegungsapparats bei unseren Hunden und unseren Katzen große Erfolge. Jedoch können diese tierischen Helfer noch viel mehr. Beispielsweise können sie bei folgenden Erkrankungen ebenfalls eingesetzt werden:

  • Nervreizungen
  • Ekzeme und Abszesse
  • Wundheilungsstörungen
  • Narben
  • Blutergüsse
  • Venen- und Lympherkrankungen
  • Blutohr
  • Zahn- und Kiefererkrankungen

Sollten Sie die Behandlung mit Blutegeln für Ihren Hund oder Ihre Katze in Erwägung ziehen stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Doch jetzt genug Theorie… gehen wir in die Praxis und lassen Bilder sprechen…

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Der Blutegel wird an der Hautoberfläche angesetzt. Ein sogenannter “lokaler Aderlass” kombiniert mit dem Speichel des Blutegels, der hochwirksame Arzneistoffe enthält. Unter anderem werden durch den Biss des Blutegels entzündungshemmende, sowie schmerzstillende Wirkstoffe injiziert. Die Durchblutung wird erhöht, Giftstoffe werden nach außen transportiert. Die körpereigene Abwehr wird angeregt.
“Auf geht´s”

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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“Blutegel bei der Arbeit”.  Die Behandlung dauert je nach „Hunger“ der Egel in der Regel circa eine Stunde. Wie viel Egel angesetzt werden hängt von der Größe des Tieres und der Erkrankung ab.
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Der Blutegel ist nun abgefallen und hat nun ein Vielfaches mehr an Körpergröße. Der Blutverlust des behandelten Tieres ist von der Anzahl der Egel und dem Krankheitsbild abhängig. Das Nachbluten sollte nicht unterbunden werden. Meist sind mehrere Sitzungen erforderlich. “Feierabend”