Homöopathie für den Hund und für die Katze

„similia similibus curentur“

Dies ist der Leitspruch der Homöopathie und bedeutet „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“.

 

Was genau bedeutet dies und woher kommt die Homöopathie?

Im Folgenden möchte ich Ihnen einen Einblick in die Kunst der Homöopathie geben. Und hier meine und spreche ich wirklich von Kunst. Die Homöopathie ist ein sehr komplexes, intensives und feinfühliges Thema mit enorm viel Hintergrundwissen.

Die Homöopathie wirkt indem sie die Heilkraft des Körpers unserer Hunde und Katze anregt und stärkt. Zudem kann die Homöopathie bei unseren Hunden und Katzen durchaus „Nebenwirkungen“ hervorrufen. Diese Behandlungsmethode ist nicht „ohne“. Von daher kann die Anwendung der Homöopathie ohne fachkundiges Wissen die Erkrankung bei Hund und Katze mehr verschlechtern als verbessern.

Doch… nun zurück zur Geschichte der Homöopathie und dem Mann, die Homöopathie erfand.

Die klassische Homöopathie ist eine Arzneitherapie mit einer klar definierten Vorgehensweise. Dr. Samuel Hahnemann, ein sächsischer Arzt stellte im Jahre 1796 den medizinischen Grundsatz der Homöopathische auf. Das Wort Homöopathie heißt übersetzt – homhoios (ähnlich) und pathos (Leiden). Bei der klassischen Homöopathie wird strikt nach den Grundsätzen Hahnemanns praktiziert und therapiert.

 

Welches sind die drei Grundsätze Hahnemanns in der Tierheilkunde?

  1. Sorgfältige Symptombildung- Aufnahme des Patienten. Sprich… Gewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen, Fressverhalten und vieles mehr müssen analysiert werden. Dieses Symptombild wird durch eine äußerst gründliche körperliche Untersuchung und ausführliche Befragung des Halters herausgefunden.
  2. Nun geht es um die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels für unseren Hund oder unserer Katze. Hier ist es von großer Bedeutung, dass das Heilmittel genau zu IHREM Hund oder IHRER Katze und den Symptomen passt. Bei der Homöopathie geht es darum, dass durch das gewählte Mittel die Selbstheilungskräfte des Körpers IHRES Hundes oder IHRER Katze aktiviert werden und so dem Körper der Fellnasen geholfen wird, sich selbst zu heilen. Dies bedeutet, dass durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und die Heilung der bestehenden Störung der Körper wieder ins Gleichgewicht gebracht wird. Ist der Körper von Ihrem Hund oder Ihrer Katze im Gleichgewicht, ist er gesund.
  3. Das wichtige ist nun, dass SIE Ihren Hund oder Ihre Katze genau beobachten. Jede Reaktion ist von enormer Bedeutung. Egal ob positiv oder negativ. Bei diesem Punkt sind SIE gefragt. Je besser Sie Ihre Fellnase kennen umso leichter ist es für mich. In der Homöopathie für Hund und Katze müssen wir eng zusammen arbeiten. Erzählen Sie mir so viel wie möglich, wie Ihr Hund oder Ihre Katze auf die Behandlung reagiert. Nur so kann ich das Mittel beurteilen und gegebenenfalls anpassen. Lassen Sie uns gemeinsam das Ziel der Homöopathie erreichen. Lassen Sie uns die Lebenskraft der Fellnase stärken, den Abwehrmechanismus anregen und dem Körper Ihres Hundes oder Ihrer Katze die Möglichkeit geben, die Erkrankung zu besiegen.

 

Homoeopathie

Natürlich ist dies immer mein Ziel, doch der Unterschied zwischen anderen naturheilkundlichen Therapieverfahren und in der Homöopathie bei Hund und Katze besteht einfach darin, dass hier alles passen muss und dass es selten der Fall ist, dass zwei Tiere mit derselben Erkrankung dasselbe Mittel benötigen. Bei dieser Therapieform darf es keinen „Ausrutscher“ Ihrerseits geben. Auch hier spricht die Erfahrung. Da dürfen Sie nicht noch nebenher was „ausprobieren“. Gut gemeinte Ratschläge von außen sind hier, wie eigentlich immer bei meiner Behandlung,  fehl am Platz. Da müssen Sie mir Vertrauen und sich strikt an meine Anweisung halten. Auch wenn Ihre Geduld manchmal auf die Probe gestellt wird. „Fehler“ können nicht verziehen werden und fatale Auswirkungen haben.

Wie oft höre oder lese ich den Satz: Dein Hund oder Deine Katze hat Schmerzen? Dein Hund hat eine Verletzung?? Dann gib einfach Arnica. Das ist ein homöopathisches Schmerzmittel ohne Nebenwirkungen. Hier kommt von mir ein klares FALSCH!

Ganz so einfach ist es nicht! Natürlich ist Arnica ein Schmerz- oder Verletzungsmittel, aber es kann trotz allem nicht für alles eingesetzt werden, da auch Arnica dann Nebenwirkungen auslösen kann. Es kommt beispielsweise bei Verletzungen des Bewegungsapparates immer darauf an, ob sich der Zustand des Hundes oder der Katze bei Bewegung verbessert oder verschlechtert, ist Wärme oder Kälte das, was Ihrem Vierbeiner gut tut…? Schmerzmittel ist in der Homöopathie nicht gleich Schmerzmittel und darum ist es wichtig ALLES mit in die Therapie einzubeziehen, damit sich der Zustand der Fellnase nicht verschlechtert.

Die Homöopathie ist eine Behandlungsform, die viel Respekt und Einfühlungsvermögen benötigt. Aber… die Homöopathie kann vieles in Sachen Gesundheit unserer Fellnasen bewirken.  Damit wären wir beim nächsten Thema.

 

 

Bei welchen Erkrankungen unserer Hunde und Katzen kommen wir mit der Homöopathie ans Ziel?

Eigentlich kann die Homöopathie bei nahezu allen Erkrankungen eingesetzt werden und den Körper von Hund und Katze unterstützen. Beschwerden des Bewegungsapparates, organische Leiden und psychische Leiden, egal ob chronisch oder akut – die Homöopathie kann Ihrem Hund oder Ihrer Katze helfen. Doch… und das möchte ich Ihnen hier ans Herz legen, bei akuten Fällen wie Magendrehung oder Unfällen sollten Sie sich bitte nicht darauf verlassen. Da müssen Sie unbedingt schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Und da sollten Sie auch nicht lange über irgendwelche Nebenwirkung nachdenken. Natürlich können Sie im „Nachgang“ die Homöopathie wählen um der Fellnase das Leben zu erleichtern und die Heilung zu beschleunigen. ABER…  akut bleibt nun mal akut und muss erstversorgt werden. Gerne setzte ich mich nach einer Behandlung bei Ihrem Tierarzt mit diesem in Verbindung um alles Weitere zu besprechen.

Welche Darreichungsformen gibt es in der Homöopathie für Hund und Katze?

Nicht nur die altbekannten Globuli. Auch Tabletten, Tinkturen oder Tropfen werden in der Homöopathie bei Hund und Katze eingesetzt. Neben diesen gängigen Darreichungsformen gibt es noch Triturationen, also… Pulver. Auch Ampullen und Salben erzielen ihre Wirkung in der Anwendung. Ich werde dann entscheiden, was für Ihren Hund oder Ihre Katze in Frage kommt. Die Entscheidung werde ich nach einem persönlichen Gespräch und dem Kennlernen der Fellnase treffen. Ich werde mit Ihnen dies alles besprechen, denn es ist mir wichtig, dass Sie persönlich das auch umsetzen können. Es nützt nichts, wenn ich Ihnen einen entsprechenden Plan erstelle und Sie sind überfordert.  Das Wort „Stress“ verstehen unsere treuen Begleiter nicht… sie fühlen nur, dass irgendwas nicht passt. Von daher lehne ich meine Behandlung auch immer an das „mögliche“ vom Tierhalter an. Daher wende ich verschiedene Therapieformen an, damit wir gemeinsam zum Ziel kommen. Sie haben hierzu Fragen? Dann sprechen Sie mich an. Mir ist es ein großes Anliegen, dass Sie verstehen, warum gerade Ihr Hund, Ihre Katze so einzigartig ist und Ihnen das gibt, warum Sie diesen treuen Begleiter an Ihrer Seite haben. Wir holen uns oft einen Hund, eine Katze an unsere Seite, indem wir einfach unserem Gefühl nachgeben. „Liebe auf den ersten Blick“. Da geben wir unserem Gefühl nach. Doch… dann schalten wir auf einmal, warum auch immer, dieses Gefühl ab. Wir möchten, dass diese Fellnase bitte so ist, wie wir uns das vorgestellt haben. Aber unsere Fellnasen verstehen unsere Gefühle, sprich… was in uns vorgeht, nun mal besser, als das wir sagen.

Erst kürzlich habe ich ein Geschenk von einem Patienten erhalten. Ein schöner Spruch auf Holz, auf dem stand:

„Mein bester Freund sprach nie ein Wort mit mir“.

Ja… und doch haben wir uns verstanden und er hat mir so viel gezeigt. Ohne Diskussion – ohne Worte. Ich habe mich bemüht, ihn zu verstehen. Sprich… seine Körpersprache zu lernen und er konnte mich einschätzen, was in mir vorging.

Dazu fällt mir ganz spontan ein Spruch von Aristoteles ein:

„ Freundschaft, das ist eine Seele in zwei Körpern“

 

Und genau darum behandele ich Ihren Hund, Ihre Katze als „Ganzes“ und versuche auch zu sehen, was Sie als Halter umsetzen können.

Auch hier wieder ein Spruch von Aristoteles:

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“

 

Und nun kommen wir zur Dosierung in der Homöopathie bei Hund und Katze – wie dosiere ich in der Homöopathie bei Hund und Katze richtig?

Malou-homöopathieAuch bei der Dosierung ist die Homöopathie ganz eigen. Die Dosierung in der Homöopathie hängt weder von Alter, Körpergewicht, Rasse noch Größe unserer Hunde und Katzen ab. In den meisten Fällen gibt es hier keine Unterschiede. Augenmerk bitte auf „meisten Fällen“. Eigentlich hängt die Dosierung in der Homöopathie von Hund und Katze von den zeitlichen Abständen ab. Je geringer die Abstände desto häufiger sind die Impulse, die dem Körper von Hund und Katze gegeben werden, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Doch um diese Impulse richtig zu setzen sollte einfach fachkundliches Wissen ran, damit der Körper der Fellnase nicht überfordert wird.

Was hat es mit den unterschiedlichen Potenzen auf sich?

Hahnemann meinte damit, Hahnemann meinte damit das Vervielfachen einer dem Ursprungsstoff innewohnenden geistartigen Heilkraft.

Das hört sich zunächst erst einmal kompliziert an und genau aus diesem Grund werde ich jetzt nicht näher auf Hahnemann und seine Vorgehensweise  eingehen, sondern versuchen, Ihnen das Potenzieren einfach und verständlich näher zu bringen. Es genügt, dass ich mir während meiner Ausbildung dieses Hintergrundwissen angeeignet habe und weiß, was für Ihre Fellnase richtig ist und Sie nicht unbedingt einfach eine Potenz für Ihren Hund oder Ihre Katze in Einsatz bringen sollten. Doch… zurück zum Thema. Potenzieren ist eine Aufbereitung, eine Verdünnung von Stoffen. Die Urtinktur, der Ursprungsstoff ist die am stärksten konzentrierte flüssige Zubereitung eines Grundstoffes.

Und nun zur Bedeutung der Buchstaben und Zahlen auf den Fläschchen ?!

Ich gebe Ihnen ein Beispiel wie es zu eine D6 kommt. Also… für die Zubereitung der ersten Potenz, einer D1 wird ein Teil der Urtinktur in 9 Teilen aufgelöst und 10 mal kräftig geschüttelt. Um eine D2 zu erreichen wird ein Teil der D1 mit 9 Teilen Alkohol verdünnt und wieder 10 mal geschüttelt. Dies wird für die D-Potenzen immer weiter verdünnt. So entstehen dann die Ihnen wahrscheinlich bekannten Potenzen D6, D12. Das „D“ steht für dezimal also 1:10… Bei C-Potenzen beispielsweise ist das Verhältnis 1:100.

Grob gesagt ist es so, dass man bei akuten Erkrankung meist zu Tiefpotenzen wie beispielsweise D12 greift. Die Hochpotenzen D30 oder C30 werden meist bei chronischen Krankheiten eingesetzt. Doch… auch die gewählte Potenz hängt nun mal von so vielem ab, dass man dies nicht verallgemeinern sollte.

Und nun noch eine winzige Kleinigkeit in eigener Sache. Einfach zur Erklärung. Ich werde Mails mit der Frage, ob Sie Ihrem Tier dieses oder jenes Mittel geben können, nicht mehr beantworten. Anfangs habe ich versucht zu erklären. Doch dies ist Zeit, die mir und meinen Patienten verloren geht. Gleichzeitig möchte ich nicht unhöflich sein, von daher bitte ich um Ihr Verständnis. Ich kann nicht mal kurz eine Diagnose stellen, da ich meine Aufgabe als Tierheilpraktikerin und Ernährungsberaterin sehr ernst nehme. Die Gesundheit, die Gesunderhaltung Ihrer Fellnase ist mir sehr wichtig. Wenn Sie Fragen haben, können Sie mich gerne kontaktieren und einen Termin vereinbaren. Ferndiagnosen werde ich jedoch nicht stellen.

 

Hinweis im Sinne des § 3 HWG: Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, weise ich Sie darauf hin, dass die hier angegebenen Therapien wissenschaftlich umstritten sind und von der Lehrmedizin teilweise nicht anerkannt werden.