Kräuterheilkunde für Hunde und Katzen – die Phytotherapie

Malou-PhytoDer Begriff Phytotherapie kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „phyton“ Pflanze und „therapeia“ Pflege.

Zudem ist die Pflanzenheilkunde, die Kräuterheilkunde eines der ältesten Therapieverfahren. Bereits in der Antike wurde die Kräuterheilkunde erfolgreich eingesetzt. Über Jahrhunderte waren Kräuter oft die einzige Medizin.

Hippokrates von Kos (460 – 370 v. Chr.) war der Vater der Heilkunde und hat uns bereits vieles über diese Heilkunde an die Hand gegeben.

Eines seiner Zitate lautet: „ Die wirksamste Medizin ist die Heilkraft, die im Inneren eines jedem von uns liegt“.

Zu einer weiteren großen Persönlichkeit in der Kräuterheilkunde gehört Paracelsus. Nach ihm kann jede Krankheit auf eine oder mehrere Ursachen zurückgeführt werden. Einer seiner bekanntesten Aussprüche ist: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift sei“.

Es entstanden in dieser Zeit die ersten Kräuterbücher. Die Kräuterheilkunde entwickelte sich immer mehr. Durch die Beschreibungen und Beobachtungen der Pflanzen und ihrer Wirkung wurde die Kräuterheilkunde zu einer Wissenschaft, die immer mehr naturwissenschaftlich vorging. Diese Entwicklung, dieses Wissen über die Kräuter und Pflanzen wurden von Generation zu Generation weitergeben. Hierbei waren nicht nur die Wirkungsweise und die Anwendung von Bedeutung, sondern auch die Gefahren wurden weiter gereicht.

Und ich darf dieses Wissen nun dank meiner fundierten Ausbildung weitergeben. Außerdem freut es mich, dass diese Therapie, nachdem sie eine Zeit lang, in den Hintergrund gerückt ist, wieder zum Vorschein kommt und zahlreiche Tierhalter umdenken und sich wieder daran erinnern, was uns die Natur zu bieten und geschenkt hat.

Die Kräuterheilkunde ist eine ganzheitliche und gleichzeitig faszinierende Therapie, da sie uns wunderbare Heilkräfte für unsere Hunde und Katzen bietet. Ich als Tierheilpraktikerin setze diese ganzheitliche Therapie sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Krankheiten bei unserem Hund und unserer Katze ein. Pflanzen, Pflanzenteile und die Zubereitung dienen mir hierbei zur Behandlung der Erkrankung. Ebenso werde ich die Kräuterheilkunde, die Phytotherapie bei Behandlung von Gemütszuständen einbringen. Im Gegensatz zur Homöopathie gilt bei Pflanzen: Je höher die Dosis – desto stärken ist die Wirkung. Wann und warum ich eine Therapie vorschlage, werden wir natürlich immer gemeinsam besprechen. Mir ist es wichtig, dass Sie wissen, warum ich genaue dieses für Ihren Hund, Ihren Katze empfehle. Sie werden von mir informiert, warum es wichtig ist, dass Sie genau diese Behandlung mit der erforderlichen Konsequenz durchführen. Nur dadurch gelangen wir gemeinsam zum Ziel. Und dieses Ziel  ist für mich, dass ich das Leben und die Lebensqualität des besten Freundes an unserer Seite verbessern kann.

Darreichungsformen für unsere Hunde und Katzen in der Kräuterheilkunde

Die Kräuter werden bei unserem Hund und Katze bei verschiedenen Erkrankungen, egal ob chronisch oder akut eingesetzt. Je nach Krankheiten werden die Kräuter in verschiedenen Formen angewandt. Sie können sowohl äußerlich als auch innerlich dem Tier verabreicht werden.

Die verschiedenen Zubereitungsarten der Kräuter sind:

  • Umschläge und Wickel
  • Extrakte
  • Tee
  • Tinkturen
  • Elixier
  • Paste
  • Pulver
  • Getrocknete Kräuter

Ebenso werden verschiedene Teile der Pflanzen zur Herstellung verwendet:

  • Die Wurzel
  • Der Stengel
  • Das Blatt
  • Die Blüte
  • Der Samen
  • Die Früchte

Alle diese Pflanzenteile enthalten in hoher Konzentration Wirkstoffe. Das sind beispielsweise

  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Aromastoffe
  • Zellulose
  • Ballaststoffe

Alle diese Wirkstoffe helfen unserem Hund und unserer Katze bei bestimmten Symptomen und Erkrankungen. Allerdings sollten diese Heilmittel nicht ohne weiteres bei unseren Fellnasen eingesetzt werden. Erinnern Sie sich, dass ich geschrieben habe, dass die Kräuterheilkunde auch Gefahren in sich birgt? Und genau diese sollten sie wirklich nicht unterschätzen. Die Giftstoffe und die „Nebenwirkungen“ der Pflanzen können fatale Folgen für den Hund oder die Katze haben.

Bitte denken Sie auch daran, dass jede unserer Fellnasen individuell ist und deshalb gilt:

   KRAUT IST NICHT GLEICH KRAUT

Vor allem sehe ich eine große Gefahr darin, dass viele Pflanzen bei unserem Hund eingesetzt werden können, für unsere Katze aber hoch giftig sind.

Bevor Sie anfangen wollen an Ihrem Tier zu „experimentieren“, wäre es wirklich besser und sicherer einen Tierheilpraktiker aufzusuchen. Oftmals testen die Tierhalter vieles aus und es hilft nichts, da es einfach nicht auf Ihren Hund oder Ihre Katze zutrifft. Viele Euros werden „zum Fenster“ hinausgeschmissen, nur weil es bei Nachbars Fellnase geholfen hat. Und schlimmstenfalls wenden die Tierhalter der Natur den Rücken zu, weil sie ihr nicht vertrauen. Dabei haben Sie nur einfach nicht das Wissen, dass ich bei meiner Ausbildung und durch Fortbildung erworben habe und immer noch mehr intensiviere.

Doch… bei welchen Krankheiten können Kräuter bei Hund und bei der Katze eingesetzt werden?

Blogeintrag-Malou-Arthrose

Hier werde ich Ihnen eine Auflistung der Krankheiten aufzeigen, bei welchen individuell ausgewählte Kräuter Erfolge erzielen können. Ich bin sicher, Sie sind erstaunt, was alles mit der Natur – sprich mit der Kräuterheilkunde – behandelt werden kann.

Erkrankungen des gesamten Verdauungstraktes. Hierzu gehören unter anderem

  • Magen- und Darmkatarrh
  • Gastritis
  • Durchfall
  • Entzündungen im Verdauungstrakt
  • Magen- und Darmschleimhautentzündungen
  • Magenübersäuerung
  • Verstopfung
  • Magen- und Darmkrämpfe
  • Blähungen
  • Magengeschwüre
  • Übelkeit
  • Im allgemeinen Verdauungsstörungen
  • Infektionen im Magen und Darm

Ebenso können mit Kräuter

  • Würmer
  • Erkrankungen von Leber und Niere
  • Infektionen
  • Entzündungen der Schleimhäute wie die Mundschleimhaut – sprich Zahnfleischentzündung
  • Herzerkrankungen
  • Appetitlosigkeit, Erschöpfungs- und Schwächezustände
  • Gürtelrose
  • Gallensteine
  • Erkrankungen des Immunsystem
  • Schlecht heilende Wunden
  • Appetitlosigkeit, Erschöpfungs- und Schwächezustände
  • Gallensteine
  • Borreliose

behandelt werden. Auch unterstützend. Sprich…  es kann sein, dass ich Ihnen durchaus empfehle mal kurz den Tierarzt aufzusuchen, damit es Ihrem Hund oder der Katze einfach kurzfristig gut geht. Doch danach müssen wir einfach ausleiten und den Körper der Fellnase wieder in Einklang bringen.

Gerne werden Kräuter auch bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Hierzu gehören beispielsweise

  • Husten
  • Asthma
  • Bronchitis
  • Reizhusten
  • Luftröhren- und Halsentzündungen
  • Lungenschwäche

Bei sämtlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates wie

  • Rheuma
  • Chronische oder akute Gelenkentzündung
  • Entzündungen im Bereich der Gelenke, Muskeln, Schleimbeutel und Sehnen
  • Arteriosklerose
  • Muskelschmerzen und und …

kann mit Hilfe der Phytotherapie Erfolge erzielt werden.

Malou hält Ausschau nach Kräuter in der Natur
Malou hält Ausschau nach Kräuter in der Natur

Nun hoffe ich, dass Sie diese Auflistung nicht nur erstaunt hat, sondern dass Sie die vielfältigen Möglichkeiten der Kräuterheilkunde erkannt haben. Vielleicht konnte Sie dies auch überzeugen, dass es nicht immer gleich Chemie sein muss. Wir können für die Gesundheit unserer Hunde und Katzen sehr viel „nebenwirkungsfrei“ und natürlich erreichen, wenn wir uns darauf einlassen und wissen, welches Kraut gerade unserem Hund oder unserer Katze gut tut und helfen kann. Zudem können Heilkräuter für eine Gesunderhaltung der Fellnasen gefüttert werden. Oftmals sind bestimmte Erkrankungen schon „vorprogrammiert“. Da nehme ich gerne Nelson als Beispiel. Nelson war unterernährt, hatte einfach in seinen ersten Lebensjahren nicht die Bedingungen, die seiner Gesundheit gut getan hätten. Von daher war klar, dass es hier einige „Baustellen“ gibt. Und wenn ich Nelson so ansehe, denke ich, dass wir diese durch die Natur ganz gut in Griff bekommen haben und Nelson Lebensfreude hat. Auch Malou hatte schwer zu kämpfen. Sie litt an Magen-Darm-Problemen, sowie an Übersäuerung. Hier hat ihr unter anderem die Kräuterheilkunde die Beschwerden genommen und ihrem “gesunden Appetit” nach zu urteilen gehören all diese Probleme der Vergangenheit an.

Gerade für Tiere aus dem Tierschutz oder für Tiere, deren Vergangenheit wir nicht kennen, können wir vorbeugend einiges tun. Auch rassespezifischen Krankheiten, die uns eigentlich bekannt sind, können wir vorbeugend unterstützen.

Warum sind Kräuter für unsere Hunde und Katzen wichtig?

Eigentlich wird uns dieses von unseren Fellnasen „vorgelebt“. Unsere Hunde fressen draußen Gras. Und jeder, der seinen Hund genau beobachtet, hat schon festgestellt, dass sie nicht alles an Gras zu sich nehmen. Es wird genau ausgesucht. Ich finde dies faszinierend. Doch warum frisst der Hund Gras? Zum einen um die Verdauung anzukurbeln, zum anderen um den Speichelfluss zu aktivieren. Der Hund merkt einfach, dass ihm das gut tut. Auch unsere Katzen, sofern sie Freigänger sind, holen sich ihre Kräuter beim Spaziergang. Die Katze reinigt durch die Kräuter ihr Gebiss und regt dadurch ihr Verdauungssystem hat. Auch die wildlebenden Verwandten unserer Hunde und Katzen fangen ihre Beute und fressen diese komplett mit „Haut und Haar“. Das diese Beutetiere meist Pflanzenfresser sind, holen sich die wildlebenden Tieren so ihre pflanzlichen Bestandteile. Wildlebende Tiere wenden die Kräuterheilkunde instinktiv an. Sie kennen die Apotheke der Natur genau und wissen, was sie brauchen. Je nach Erkrankung nehmen sie bestimmte Pflanzenbestandteile in ihrem Ernährungsplan auf und sorgen so dafür, dass

Nun werden Sie sich vielleicht fragen, warum sollte ich dann noch zusätzlich Kräuter für meinen Hund oder meine Katze füttern, wenn die sich diese doch selbst holen? Natürlich finden die Fellnasen nicht alles in der heimischen Natur, dass für sie gut ist. Doch… durch die Fütterungen von Kräutern erreichen wir bei unserem Hund und unserer Katze eine ausgewogene Ernährung. Dank den Kräutern können wir eine natürliche Versorgung mit Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen. Leider ist dies bei Fertigfutter oftmals nicht der Fall. Von daher können wir, wenn wir Fertigfutter füttern, den Stoffwechsel von unserem Hund und unserer Katze mit der Phytotherapie, sprich mit der Kräuterheilkunde unterstützen und sie gleichzeitig vor freien Radikalen schützen. Zudem können wir bei unseren Fellnasen das Immunsystem stärken.

Auch Allergien können sowohl beim Hund als auch bei der Katze verhindert werden. Kräuter können auch, wie bereits erwähnt, prophylaktisch gegen verschiedene Erkrankungen beim Hund und bei der Katze Erfolge erzielen. Und nochmals möchte ich hier erwähnen, dass wir dabei immer voraussetzen müssen, dass es die richtigen Kräuter sind, die individuell auf unseren Hund und unsere Katze zutreffen. Gerne können Sie mich auf das Thema Kräuterheilkunde bei Hund und Katze ansprechen. Ich werde Ihnen dann, wenn ich Ihre Fellnase kennengelernt habe und die Umstände einschätzen kann, die richtigen Kräuter zusammenstellen.